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Departmentkolloquium

Am Mittwoch, den 16.1.19, findet das nächste Departmentkolloquium statt, zu dem Sie herzlich eingeladen sind. Vortragen werden Dr. Martin Köllner zum Thema „Organisierende Hormoneffekte auf das
motivationale Gehirn“ und Herr Dominik Özbe zum Thema „Is there a need for curiosity?“

Ort: Bismarckstr. 1, A 401

Zeit: 18.15 – 19.45

Im Anschluss an die Vorträge laden wir zu Gesprächen in ungezwungener Atmosphäre ein. Vielen Dank an die FSI Psychologie für das Bereitstellen von Getränken und kleinen Snacks.

Abstracts:

Organisierende Hormoneffekte auf das motivationale Gehirn
Über die Entwicklung impliziter motivationaler Bedürfnisse, z.B. des
Machtmotivs, ist bislang wenig bekannt. Während lange Zeit vorsprachliche
Erziehungseinflüsse als der entscheidende Einflussfaktor galten, zeigt die
Forschung der letzten Jahre, dass es mindestens eine weitere wichtige
Komponente gibt: Organisierende Hormoneffekte von Sexualsteroiden (z.B.
Östradiol, Testosteron) auf das Gehirn, die pränatal und in der Pubertät zu
späteren motivationalen Bedürfnissen beitragen. In meinem Vortrag stelle
ich die aktuelle Forschung zum Thema vor, die pränatal geprägte
morphologische Marker solcher Hormoneinflüsse (z.B. 2D:4DFingerlängenverhältnis)
zum Schätzen der Einflüsse auf das Gehirn
während der Entwicklung verwendet. Anschließend ergänze ich diese
Ergebnisse durch Befunde aus meinem Habilitationsprojekt zu Markern
(pubertärer) Hormoneinflüsse (facial width-to-height ratio, Ulna-/Fibula-
Wachstum) und gebe einen Überblick über abgeschlossene und geplante
Studien im Rahmen des Vorhabens.

Is there a need for curiosity?
Neugier entsteht nach Loewenstein (1994) durch eine Lücke im Wissen.
Diesen Mangel versuchen Menschen durch die Erlangung von
Informationen zu schließen. Bisher existieren wenige valide Maße zur
Erfassung von Neugier und zumeist wird sie durch Selbstbericht abgefragt.
In einer Pilotstudie wird versucht ein Maß zur Erfassung von impliziter
Neugier zu entwickeln. In einem kontrollierten Design wurde versucht bei
einer Gruppe von Probanden, die Neugier experimentell anzuregen (EG).
Die andere Gruppe wurde nicht angeregt (KG). Anschließend wurde
untersucht, ob sich die Gruppen im Hinblick auf ihre Stimmung, ihren Inhalt
von Fantasiegeschichten, ihrer Leistung in einer Neugieraufgabe und in
ihrer selbstberichteten Neugier unterschieden. Es zeigten sich keine
signifikanten Gruppenunterschiede. Die Ergebnisse werden unter
Berücksichtigung des Studiendesigns diskutiert und es wird ein Ausblick auf
zukünftige Forschung gegeben.